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 <title>Weblog von Rasmus Andresen</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blog/709</link>
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 <title>Nordeuropa muss enger zusammenrücken</title>
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 <description>&lt;section class=&quot;field field-name-field-autor-in field-type-text field-label-inline clearfix view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Autor*in:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;Rasmus Andresen&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/section&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;Europa steht unter dem Beschuss von RechtspopulistInnen. Gerade wir Menschen im Grenzland profitieren von der guten Kooperation unserer beider Länder. Abschottung und eine Rückkehr zu nationalen Grenzen schadet uns als Minderheiten, ökonomisch und kulturell. Es macht unsere Gesellschaft ärmer. Sowohl in Dänemark wie auch in Deutschland wächst das Unverständnis über die Anderen. Viele Schleswig-HolsteinerInnen verstehen die Reaktionen der dänischen Regierung in der Flüchtlingspolitik nicht. Viele Dänen halten hingegen die schleswig-holsteinische Position zu humanitärer Hilfe für naiv.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;Besonders deutlich wurde diese Spaltung bei mehreren Demonstrationen im Grenzland. Währen auf dänischer Seite eine kleine Gruppe für Grenzschließung demonstrierte, standen auf der anderen Seite ein paar hundert FlensburgerInnen um für offene Grenzen zu demonstrieren. Es ist an der Zeit wieder stärker Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen. Wir Grüne arbeiten, wie viele andere auch, daran.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;Doch der politische Alltag lässt uns besorgt zurück. Bei den grenzüberschreitenden Studiengängen wird durch die dänische Regierung gekürzt. Außerdem könnte der rechtspopulistische Ruf nach permanenten Grenzkontrollen durch einen Kuhhandel zur Durchsetzung von Steuersenkungen in Christiansborg Realität werden.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Die Fraktion, hier Rasmus Andresen, traf sich in Kopenhagen unter anderem mit Vertretern der Alternativet&quot; height=&quot;409&quot; src=&quot;/files/gemeinsam/Bilder/rasmus_andresen_alternativet_kopenhagenreise_0.jpg&quot; title=&quot;Die Fraktion, hier Rasmus Andresen, traf sich in Kopenhagen unter anderem mit Vertretern der Alternativet&quot; width=&quot;615&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;&lt;em&gt;Die Fraktion traf sich in Kopenhagen mit vielen VertreterInnen aus Politik und Zivilgesellschaft. In Christiansborg traf die Fraktion, im Bild Rasmus Andresen, auf Abgeordnete der dänischen, grün-nahen Partei Alternativet, &lt;span style=&quot;font-size: 12.0pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Uffe Elbaek und Rasmus Nordquist.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;Dem muss man konkrete Kooperation entgegensetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;Deshalb waren wir von der Grünen Landtagsfraktion für drei Tage zu politischen Gesprächen in Kopenhagen. Gerade für uns im Grenzland ist es problematisch, wenn sich die deutsch dänische Kooperation vor allem auf die Fehmarn Belt Querung beschränkt. Wir brauchen endlich eine Stärkung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zwischen Sønderjylland und Schleswig Holstein, beispielsweise mit durchgehenden zweigleisigen Schienen auf dänischer Seite und dem Bau eines Eisenbahntunnels unter dem Nord Ostsee Kanal. Statt bei den grenzüberschreitenden Studiengängen zu kürzen sollten sie ausgebaut werden und unsere Regierungen zusammen mit den Hochschulen die Pläne für ein dänisch deutsches außeruniversitäres Forschungszentrum in Flensburg wieder aufgreifen. Das Grenzland braucht konkrete Projekte, um in Kopenhagen und Berlin deutlicher als bisher Gehör zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;Unterhalb der Oberfläche des Kopenhagener Regierungsviertels tut sich eine ganze Menge. Spannende Integrationsprojekte oder klimaneutrale Mobilitätsprojekte, von denen wir in Schleswig-Holstein noch viel lernen können. Wir Grüne werden diese Ideen nach Schleswig-Holstein mitnehmen und sie in unsere Regierungsarbeit einspeisen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;Die Zusammenarbeit mit der neuen grün-nahen Partei Alternativet werden wir in konkreten Projekten intensivieren. Es ist beeindruckend, mit welchem ganzheitlichen Ansatz Alternativet nicht nur die Parteienlandschaft verändert, sondern auch in politischen Laboren Ideen für eine nachhaltigere Gesellschaft sammelt. Man muss nicht jede politische Forderung von Alternativet unterstützen. Dass sie es aber innerhalb kürzester Zeit geschafft hat, dass landesweit fast neun Prozent der Befragten angeben, ihnen ihre Stimme zu geben, und dass die Partei inzwischen über 10.000 Mitglieder hat zeigt, dass sich viele Dänen grundlegende Veränderungen wünschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Von Rasmus Andresen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Landtagsfraktion in Kiel und seit Mittwoch Mitglied von Alternativet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;TextA&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/gruenesh/photos/?tab=album&amp;amp;album_id=1733967640177007&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Eindrücke der Fraktionsreise finden sich auf unserer Facebook-Seite&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-link field-type-link-field field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/gruenesh/photos/?tab=album&amp;amp;album_id=1733967640177007&quot;&gt;Facebook-Fotoalbum&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-field-thema field-type-taxonomy-term-reference field-label-above view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Thema:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/thema/europa&quot;&gt;Europa&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 24 May 2016 12:33:22 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Rasmus Andresen</dc:creator>
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 <title>Übernahme des Tarifabschlusses für BeamtInnen: ein echtes Dilemma</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;In den letzten Tagen habe ich viele E-Mails von LandesbeamtInnen erhalten. Die meisten drücken ihre Unzufriedenheit aus über unseren Vorschlag zur Erhöhung der Beamtenbesoldung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hintergrund sind die gerade abgeschlossenen Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten. Das &lt;a href=&quot;http://www.tdl-online.de/&quot;&gt;Ergebnis&lt;/a&gt; ist ziemlich hoch ausgefallen. Ab 2013 gibt es für alle Landesbeschäftigten 2,65 Prozent mehr Lohn, ab 2014 noch mal 2,95 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch als Mitglied von Verdi finde ich, dass dieses Ergebnis vertretbar ist. Schließlich sollen auch die gut 6.500 Landesangestellten in Schleswig-Holstein an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben. Gerade in den unteren Gehaltsstufen – etwa in der Krankenpflege, Kinderbetreuung – leisten diese Menschen viel für wenig Geld. Die Einkommensschere in Deutschland ist in den letzten Jahren weit auseinandergeklafft – &lt;a href=&quot;http://www.sh-gruene-fraktion.de/thema/soziales-gleichstellung/l%C3%A4nder-m%C3%BCssen-beim-armuts-und-reichtumsbericht-nachlegen&quot;&gt;auch wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung das nicht wahrhaben will&lt;/a&gt;. Da ist es nur gut, dass ArbeitnehmerInnen mit ihren Forderungen nach mehr Lohn erfolgreich waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In meiner Rolle als Haushaltspolitiker habe ich die dramatische Lage des Landes im Blick. Denn anders als viele ArbeitgeberInnen in der freien Wirtschaft, die den Aufschwung relativ einfach an ihre Angestellten weitergeben können, sind bei unserem Land die Kassen klamm. Durch die Schuldenbremse müssen wir unsere Ausgaben in den nächsten Jahren so stark senken, dass wir 2020 keine neuen Schulden mehr aufnehmen. Sprich: jedes Jahr 110 Millionen zusätzlich einsparen. Davon sind 150 Millionen noch nicht aufgelöst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon der Tarifabschluss für die Angestellten kostet uns etwa 20 Millionen zusätzlich jedes Jahr – das ist hart, aber das kriegen wir geschultert. Schwieriger wird es bei der Übertragung auf die BeamtInnen. Hier haben wir Geld für eine 1,5 prozentige Anhebung eingeplant. Bisher wurde der Tarifabschluss der Angestellten aber immer auf unsere BeamtInnen übertragen – das fordern sie auch jetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein echtes Dilemma. Unsere BeamtInnen arbeiten genauso hart wie Angestellte der Länder und in der freien Wirtschaft. Wegen der Schuldenbremse müssen wir schon tausende Stellen abbauen, so dass die Arbeit sich vielerorts verdichtet. Und in der Vergangenheit haben die BeamtInnen bereits Einschnitte hinnehmen müssen, zum Beispiel beim Weihnachtsgeld.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andererseits würde die volle Übernahme des Tarifabschlusses das Land jedes Jahr 70 Millionen mehr kosten. Oder strukturell 1.500 Stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wegen der Schuldenbremse, die Verfassungsrang besitzt, müssten wir das Geld dann anderswo wieder kürzen. Entweder indem wir noch mehr Stellen kürzen – damit wäre keinem im öffentlichen Dienst geholfen und wir könnten viele staatliche Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Oder indem wir massiv bei freiwilligen sozialen Ausgaben kürzen – auch das ein absolutes No-Go für mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt keine einfache Lösung für so ein Dilemma – typisch Politik! Aber es gibt Lösungen, die akzeptabel und kreativ sind. NRW macht es vor, mit einer sozial gestaffelten Besoldungserhöhung. Auch&lt;a href=&quot;http://www.schleswig-holstein.de/STK/DE/Beamtenbesoldung/beamtenbesoldung_Informationen.html&quot;&gt; unsere Landesregierung schlägt jetzt vor&lt;/a&gt;, den Abschluss für die unteren und mittleren Besoldungsstufen zu übernehmen – bis A 13, also die klassische Gymnasiallehrerin. Zwar über drei statt zwei Jahre verteilt, aber dafür gibt es auch noch Einmalzahlungen (bis A 11). Die Steigerung für BeamtInnen ab A 14 fällt mit zweimal 1,5 Prozent deutlich geringer aus. Dazu gibt es noch andere Maßnahmen, wie Absenkung des Selbstbehalts bei der Beihilfe für alle und, mir besonders wichtig, eine höhere Zulage für besonders schwere Jobs, etwa bei Polizei und Feuerwehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Vorschlag lässt mich als Haushälter zwar immer noch nicht ruhig schlafen. Aber er passt zu unserer finanziellen Lage als Konsolidierungsland. Und der Vorschlag freut auch den Gewerkschafter in mir, denn er sorgt dafür, dass gerade BeamtInnen mit niedrigen Einkommen am Lohnaufschwung teilhaben. Gerade die schlechten Aufstiegschancen bei der Polizei oder der schweren Stand den gerade GrundschullehrerInnen haben, macht mir Sorge und ich weiß, dass wir dort an weiteren Perspektiven arbeiten müssen. Der jetzige Aufschlag der Landesregierung ist dafür ein Anfang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür müssen die BeamtInnen mit den, finanziell gesehen, stärkeren Schultern mehr tragen. Das ist bitter – aber immer noch besser als die Alternativen Personalkürzung oder Sozialkürzungen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-field-thema field-type-taxonomy-term-reference field-label-above view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Thema:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/thema/haushalt-finanzen&quot;&gt;Haushalt &amp;amp; Finanzen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Tue, 26 Mar 2013 12:47:53 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Rasmus Andresen</dc:creator>
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