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 <title>Weblog von Eugenia Seibel</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blog/719</link>
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 <title>Girls&#039; Day 2017: Selbstbewusst das machen, was einem Spaß macht</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Anlässlich des Girls&#039; Day 2017 hat die Grüne Landtagsfraktion ihre Türen geöffnet, um interessierten Mädchen die Arbeit in der Landespolitik näher zu bringen. Die acht Mädchen &lt;strong&gt;Ingrid Schön, Merle Schwarck, Emma Funk, Frijda Sylla, Sima Sensebat, Anika Böttcher, Valerie Vidal &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;Philine Kuhn&lt;/strong&gt; im Alter von 12 bis 14 Jahren haben uns für einen Schnuppertag in der Landtagsfraktion besucht. Unterschiedliche Gründe haben sie zu uns gebracht, allen gemein war aber das politische Interesse. Sima Sensebat wollte wissen, wie es im Landtag so „abläuft“. Sie hat sich spontan entschieden beim Girls` Day mitzumachen. Anika Böttcher wollte wissen, wie es in „Wirklichkeit ist“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle acht Teilnehmerinnen hat die Lust an Grüner Politik gepackt. Nach der ersten Vorstellungsrunde folgten Fragen von den Mädchen, wie etwa was für Aufgabenbereiche die ReferentInnen und Abgeordneten haben, wie die Räumlichkeiten aufgeteilt sind oder wie man eigentlich als AbgeordneteR oder MitarbeiterIn zu den Grünen kommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Diskussionsrunde mit der sozialpolitischen Sprecherin &lt;strong&gt;Marret Bohn&lt;/strong&gt; und der Beisitzerin im Landesvorstand &lt;strong&gt;Aminata Touré&lt;/strong&gt; diskutierten sie gemeinsam über unterschiedlichste Themen wie zum Beispiel dem Abitur nach acht Jahren (G8) oder neun Jahren (G9), Atomkraftausstieg, Umweltschutz, Frauenpolitik oder persönliches Engagement in der Politik. Politikunterricht steht zwar für die meisten erst in den kommenden Jahren auf der Tagesordnung, aber das Interesse ist dennoch sehr groß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einer Stärkung ging es in die zweite Gesprächsrunde mit der Finanzministerin und Grünen Spitzenkandidatin &lt;strong&gt;Monika Heinold&lt;/strong&gt;. Die Ministerin bekräftigte die Mädchen darin, dass viele Berufe zum Ziel führen und dass sie beispielsweise vor ihrer politischen Vita, Erzieherin war. In der Gesprächsrunde erfuhr die Ministerin, welche Themen die Mädchen beschäftigen, über welche Kanäle sie sich über die Politik informieren und das ihnen Umweltschutz &amp;nbsp;besonders wichtig ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wir wollten am Ende wissen, wie sie den Einblick in die Politik fanden, und ob sie was für die Zukunft mitnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was war für Euch das spannendste an dem heutigen Tag?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sima Sensebat&lt;em&gt;:&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;„Ich fand das Gespräch mit Aminata Tourè interessant, weil man sehen konnte, wie ihr alltägliches Leben ist.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Frijda Sylla: &lt;/strong&gt;„Das Gespräch und die Rundführung fand ich spannend.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ankia Böttcher:&lt;/strong&gt; „Ich fand es auch spannend, aus welchen Gründen Aminata Tourè zu den Grünen gegangen ist. Und wie ihre Eltern eingewandert sind.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kannst du dir nach dem heutigen Tag vorstellen, im politischen Betrieb zu arbeiten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Philine Kuhn: &lt;/strong&gt;„Ja, schon. Damit man auch seine Meinung vertreten kann. Ich könnte es mir vorstellen.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Emma Funk:&lt;/strong&gt; „Ich kann es mir auch vorstellen und fand es sehr spannend. Und ich finde es auch gut, dass man seine Meinung durchsetzten kann. Und das man mitbestimmen kann, was im Land passiert.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Würdest du weiteren Mädchen empfehlen, bei den Grünen einen Schnuppertag am Grils`Day auszuprobieren und warum?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ingrid Schön:&lt;/strong&gt; „Ja, auf jeden Fall! Weil man kann es nicht immer machen und man kann einfach gucken.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Valeria Vidal: &lt;/strong&gt;„&lt;strong&gt;J&lt;/strong&gt;a, man sehr viel lernen und die Politik erfahren.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Merle Schwarck:&lt;/strong&gt; „Ja, und um zu schauen, ob es vielleicht auch eine Option für später wäre.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;In der Politik und in anderen Bereichen gibt es mittlerweile engagierte Frauen, in anderen Berufen braucht es noch Veränderungen. Hast du eine Idee, warum viele Mädchen sich für die „typischen Frauenberufe“ entscheiden?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Merle Schwarck: &lt;/strong&gt;„Ja, ich glaube weil sie denken, dass beim typischen Männerberuf nicht so die Chance haben, den Beruf nicht zu bekommen oder denken, sie können den nicht so gut wie die Männer.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ingrid Schön:&lt;/strong&gt; „Frauen denken vielleicht, dass sie sich nicht so gut durchsetzen können.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anika Böttcher: &lt;/strong&gt;„Ich glaube, dass manche Männer auf die Mädchen einreden. Ja, mache lieber das. Wir haben ein Kind. Das ist dann dein Job. Und machen dann einen anderen Job wie zum Beispiel Verkäuferin. Das ist nicht schlimm, aber sie hören dann mehr auf die Männer als auf sich selbst.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der letzten Frage, &lt;strong&gt;was die TeilnehmerInnen andern Mädchen sagen würden, die einen Beruf nicht ergreifen wollen, weil dieser ja ein „Männerberuf“ sei?, &lt;/strong&gt;antworteten die meisten Mädchen, dass sie auf sich selbst hören sollen und es wäre blöd, einen Beruf auszuüben, der einem nicht Spaß macht. Man soll dabei „selbstbewusst sein“.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Thu, 27 Apr 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Eugenia Seibel</dc:creator>
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 <title>Meine Landtagsrede zum Gottesbezug in die Verfassung des Landes Schleswig-Holstein aufzunehmen</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blog/eugenia/meine-landtagsrede-zum-gottesbezug-die-verfassung-des-landes-schleswig-holstein-aufzune</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Haltung zu Gott ist die eines Agnostikers. Meinen&amp;nbsp; beschränkten Erkenntnismöglichkeiten&amp;nbsp; ist es verschlossen, ob es Gott gibt oder nicht. Wir müssen es uns in dieser Welt schon selber so einrichten, dass alle zu ihrem Recht &amp;nbsp;kommen. Wahrscheinlich hilft uns da keiner oder keine jenseits dieser Welt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor diesem Hintergrund könnte es mir fast egal sein, ob und in welcher Form wir einen Gottesbezug in die Landesverfassung aufnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weshalb ich mich dennoch heute zu Wort gemeldet habe, ist folgende Überlegung:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Befürwortern des Gottesbezugs wurde verschiedentlich vorgetragen, wir bräuchten eine Demutsformel oder Verantwortungsformel gegen menschliche Hybris und wertvergessenen Nihilismus. Die Gottesformel soll wie ein Schutzschild wirken gegen totalitäre Ideologien. Gleichsam wie ein in die Verfassung gestelltes Amulett zur Abwehr böser Geister. Zum Beispiel die des Faschismus oder des Kommunismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herr Di Fabio hat das hier im Landeshaus ausgebreitet, aber auch Kollege Albig oder der lutherische Landesbischof aus Niedersachsen Ralf Meister.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Liebe Kolleginnen und Kollegen,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;wäre es tatsächlich so, ich wäre der Letzte, der gegen die Gottesformel sprechen würde. Allein, mir fehlt der Glaube.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu oft wurde der Name Gottes von den schlimmsten Bösewichtern der Geschichte missbraucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur ein Beispiel: das Verhalten vieler lutherischer Protestanten im Vorfeld der nationalsozialistischen Machteroberung 1933. 1932 gründete sich die lutherische Kirchenpartei „Deutsche Christen“, kurz DC. Sie bekam einen Riesenzulauf; bis 1933 hatte sie schon 1 Millionen Mitglieder. Etwa ein Drittel aller lutherischen Pastoren wurden Mitglied. Fußend auf den antisemitischen Schriften Luthers propagierte die DC einen christlichen Glauben, der sich von seinen alttestamentarischen ‚jüdischen‘ Wurzeln lösen sollte. Hitler wurde zu einem neuen „nordischen Heiland“ verklärt. Ihr Symbol war ein christliches Kreuz mit einem eingebauten Hakenkreuz in der Mitte. Ihr Reichsbischof Ludwig Müller verfügte nach der Machteroberung Hitlers die sofortige Entlassung aller Pastoren jüdischer Herkunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Strömung war innerhalb der norddeutschen Lutherkirche keine versprengte Sekte. Sie dominierte in der Phase der Machteroberung der NSDAP 1932 bis 1933 die innerkirchliche Positionierung zum deutschen Faschismus. Der ‚Pfarrenotbund‘ und später die ‚Bekennende Kirche‘ blieben eine verschwindend geringe, auch von eigenen Glaubensbrüdern verfolgte und denunzierte Minderheit. Dominierend waren die Gläubigen und Pfarrer, die Hitler schafsfromm bis in den Untergang folgten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wohlgemerkt: Ich achte und schätze die heutige gesellschaftliche Rolle der Kirche außerordentlich. Bei den Themen ‚Erhaltung der Schöpfung‘, der Verteilungsgerechtigkeit in der Welt und vor allem in der Haltung zur Flüchtlingsfrage, z.B. beim Kirchenasyl, stehe ich voll und ganz an ihrer Seite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber die eingangs erwähnten „Amulett-Theorie“ halte ich für eine große, letztlich schädliche Illusion. Die bestehende Präambel sollte so bleiben, wie sie ist. Ich kann keinem der vorgelegten Änderungsanträge zustimmen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-field-thema field-type-taxonomy-term-reference field-label-above view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Thema:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/thema/innen-recht&quot;&gt;Innen &amp;amp; Recht&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/thema/integration-akzeptanz&quot;&gt;Integration &amp;amp; Akzeptanz&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 22 Jul 2016 14:13:56 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Eugenia Seibel</dc:creator>
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