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 <title>Weblog von Praktikantin</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blog/730</link>
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 <language>de</language>
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 <title>Technologie steuern, ansonsten steuert sie irgendwann uns</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blogs/praktikantin/technologie-steuern-ansonsten-steuert-sie-irgendwann-uns</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Ein Beitrag von Feliks Todtmann&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Es ist ein Thema, das gravierende ethische Fragen aufwirft und uns alle betrifft, ob wir wollen oder nicht: Die fortschreitende Entwicklung von Künstlicher Intelligenz oder KI. Welche Chancen bietet sie uns? Welche Risiken? Und was können wir in Deutschland tun, „damit uns die Teslas dieser Welt nicht links und rechts überholen?“ (Doris Weßels)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Um diese Fragen im Rahmen der Digitalen Kieler Woche gemeinsam zu besprechen, lud der digitalisierungspolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, &lt;strong&gt;Rasmus Andresen&lt;/strong&gt;, am 15.09.2018 drei Expert*innen auf diesem Gebiet in die Hansa 48 ein:&amp;nbsp; &lt;strong&gt;Konstantin v. Notz&lt;/strong&gt; (stellv. Fraktionsvorsitzender der Grünen im Deutschen Bundestag), &lt;strong&gt;Constanze Kurz&lt;/strong&gt; (Netzaktivistin und Autorin) und &lt;strong&gt;Prof. Doris Weßels&lt;/strong&gt; (Fachhochschule Kiel, Vorstand Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein e.V.).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Einig waren sich alle drei Expert*innen darüber, dass Deutschland einen riesigen Nachholbedarf habe, was Digitalisierung und den Einsatz von KI angehe. Während in China alle zwei Minuten ein Chatbot online gehe, sei Deutschland behäbig in der Entwicklung von KI. Prof. Doris Weßels forderte daher auch: „Wir brauchen ein Bildungssystem mit Fokus auf informatorische Kompetenzbildung.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Unsere Gesellschaft ist bereits heute tiefgehend durch KI beeinflusst. „Das ist kein Thema von morgen, sondern von heute“, bemerkte Constanze Kurz. Wir reisen mit teilautonom fahrenden Autos, lassen uns von Alexa das Wetter vorhersagen und Übersetzungstools ersparen uns den Blick ins Wörterbuch.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Durch den massenhaften Einsatz von KI würden sich jedoch „krasse ethische Fragen stellen“, erläuterte Konstantin von Notz. Denn sobald eine Maschine aufgrund interner Parameter eine Entscheidung über das Schicksal von Menschen treffen würde, ist es wichtig, eine gesellschaftliche Wertung zu fällen. Man müsse deshalb klare rote Linien definieren, die festlegen, was KI darf, um den menschlichen Entscheidungsspielraum zu bewahren. Dazu von Notz: „Wir müssen dieses Selbstbewusstsein bekommen, eigene Standards zu setzen“. Prof. Doris Weßels war außerdem der Meinung, dass die Grundskepsis in Deutschland vor KI, keine schlechte Ausgangslage sei. Es sei immer besser, auch die Schattenseiten einer Technologie zu betrachten, anstatt alles unreflektiert einzuführen, was technisch machbar ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Eine sehr emotionale Diskussion entwickelte sich zum Thema, ob KI menschliche Nähe ersetzen könne: In Kiel läuft zurzeit ein Modellversuch zum Einsatz von Robotern in der Altenpflege. Zwar sollen diese Roboter das Pflegepersonal nur unterstützen und nicht die menschliche Interaktion ersetzen, die Reaktionen des Publikums waren dennoch gemischt: Vielen widerstrebte der Gedanke, dass eine Maschine menschliche Zuneigung „fake“. Dabei kamen alle Gäste, die sich äußern wollten, zu Wort und es wurde deutlich, wie kontrovers dieses Thema eigentlich ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNoSpacing&quot; style=&quot;margin:0cm 0cm 0.0001pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;&quot;&gt;Am Ende gab es zwar viele verschiedene Ansichten zum Thema, aber eines war allen klar: Wir müssen uns als Gesellschaft klar werden, wie wir diese revolutionäre Technologie steuern wollen, ansonsten steuert sie irgendwann uns.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 17 Sep 2018 10:53:23 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Praktikantin</dc:creator>
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 <title>Umfassende und vielfältige Eindrücke von der Arbeit der Fraktion- Praktikumsbericht</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blogs/praktikantin/umfassende-und-vielfaeltige-eindruecke-von-der-arbeit-der-fraktion</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Nach vier abwechslungsreichen Wochen ist mein Praktikum bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag in Kiel jetzt leider zu Ende. In den vier Wochen durfte ich an verschiedenen Sitzungen teilnehmen und kleine Rechercheaufgaben erledigen. Ich habe nicht nur das Landtagsplenum, welches einmal monatlich stattfindet, verfolgt, sondern auch an einigen Ausschusssitzungen und Fraktionsarbeitskreisen teilgenommen, was mir einen umfassenden Blick auf die Arbeit der einzelnen Abgeordneten, der Fraktion und des Landtages ermöglicht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Abgeordneten und Mitarbeiter*innen in der Fraktion waren immer sehr aufgeschlossen und freundlich, auch deshalb hat es mir jeden Tag Freude gemacht, in der Fraktion zu sein. Manchmal habe ich morgens an der Presseauswertung mitgearbeitet und an der Presserunde teilgenommen. Dort wird in einer Runde von Mitarbeitern und Abgeordneten besprochen, welche Themen durch die Presse aufgegriffen werden und in welcher Weise die Themen und auch die Grünen dargestellt werden und es wird besprochen, wie die Fraktion darauf reagieren kann. Interessant war es für mich auch, dass ich eine Pressekonferenz besuchen durfte und am nächsten Tag vergleichen konnte, wie das Thema in den Medien unterschiedlich aufgegriffen wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kleine Rechercheaufgaben habe ich vor allem im Bereich Europa gemacht. Vor meinem Praktikum wusste ich zwar, dass der Landtag einen Europaausschuss hat, konnte mir aber nicht genau vorstellen, in welchem Zusammenhang zur Europäischen Union oder Europa als Ganzes die Abgeordneten dort arbeiten. Tatsächlich waren die Aufgaben im Themenfeld Europa aber sehr interessant und auch auf Landesebene ist es, anders als gedacht, wichtig, sich politisch mit den Vorgängen auf EU-Ebene zu befassen. So habe ich zum Beispiel zu bestimmten EU-Richtlinien, zur politischen Lage in Ungarn und zum Nordischen Rat recherchiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein wenig habe ich auch im Bereich Bildung mitgearbeitet, zum Beispiel habe ich die Stellungnahmen von Verbänden und verschiedenen Gruppen zu einer Gesetzesänderung in einer Tabelle zusammengefasst, sowie eine Karte und Präsentationen angefertigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den letzten vier Wochen habe ich so einen vielfältigen Einblick in die Landespolitik und die Arbeit der Fraktion bekommen und habe mich sehr darüber gefreut, so freundlich aufgenommen worden zu sein und es hat mir Spaß gemacht, verschiedene Dinge zu lernen. Jedem, der sich für die Grünen und die Arbeit in der Landtagsfraktion interessiert, kann ich weiterempfehlen, hier ein Praktikum zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;-Julina Mintel&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 19 Mar 2018 13:59:43 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Praktikantin</dc:creator>
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 <title> Mein Praktikum: Ein abwechslungsreicher Einblick in die Landespolitik </title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blogs/praktikantin/mein-praktikum-ein-abwechslungsreicher-einblick-die-landespolitik</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Nach vier Wochen ist mein Praktikum in der Grünen Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein zu Ende gegangen und das finde ich schade, denn die Zeit verflog viel zu schnell. In den vergangenen Wochen habe ich viel erlebt und konnte hier im Landtag und in der Fraktion in viele Bereiche hineinschnuppern. Ich habe dadurch einiges von der abwechslungsreichen und intensiven Arbeit mitbekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wurde sehr schnell ins Team aufgenommen und fühlte mich dadurch sehr wohl. Es herrschte immer eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Gleich am ersten Tag wurde ich in die Presserunde aufgenommen, in der nicht nur das Auftreten der Fraktion in der Presse reflektiert wird, sondern auch diskutiert wird, inwieweit die Fraktion zu verschiedensten Themen ihre Öffentlichkeitsarbeit ausrichten möchte. An den darauffolgenden Tagen half ich bei der Presseauswertung mit. Hier wird der ins Netzwerk gestellte Pressespiegel nach relevanten Inhalten für die Grüne Landtagsfraktion gefiltert und dann in der Presserunde vorgestellt. Daneben arbeitete ich an der Erstellung von Pressemitteilungen zur Thematik Schulpolitik mit und bekam hierzu immer schnell Feedback, wodurch ich jede Menge mitnehmen und lernen konnte. Des Weiteren arbeitete ich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit mit. Ich half zum Beispiel bei der Bearbeitung von Videos und lernte dabei auch den Umgang mit einigen technischen Programme dazu, beispielsweise wie man mit Adobe Premiere umgeht. Außerdem konnte ich an mehreren Pressekonferenzen teilnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jeder Tag war unterschiedlich, denn ich hatte viel Gestaltungsfreiraum. So nahm ich auch an verschiedenen Ausschüssen und Sitzungen teil. Gleichzeitig übernahm ich verschiedene Recherchearbeiten, vor allem im Bereich Umwelt und Europa, da mich diese Themen am meisten interessieren. Hier verordnete ich tabellarisch verschiedene Stellungnahmen zum Thema Waldumwandlung, wodurch ich einen besseren Überblick über das &amp;nbsp;Meinungsbild zu diesem Thema erhielt und sah, wie die Politik versucht, verschiedene Standpunkte durch Diskussionen einzubringen und anschließend Kompromisse zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiteres Highlight des Praktikums war das Miterleben der lebhaften Diskussionen während der Landtagssitzungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe einen sehr guten Einblick in die Arbeit des Landtages und der Landtagsfraktion bekommen und konnte die verschiedenen Abläufe und Mechanismen kennenlernen, die einem sonst im Alltag nicht auffallen und hinter den Kulissen passieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Praktikum bei den Grünen hat mir sehr gefallen und daher kann ich es auch nur jedem weiterempfehlen, der einen abwechslungsreichen Einblick in die Landespolitik bekommen möchte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Melanie Krüger&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Wed, 07 Feb 2018 14:15:33 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Praktikantin</dc:creator>
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 <title>Brexit oder Bremain? ­– Ein sachlicher Blick auf unklare Folgen</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blog/praktikantin/brexit-oder-bremain-%C2%AD%E2%80%93-ein-sachlicher-blick-auf-unklare-folgen</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p&gt;Die dramatische Zuspitzung der politischen Auseinandersetzung kurz vor dem Brexit-Referendum zeigte sich in Nordengland bei dem tödlichen Anschlag auf die Labour-Politikerin Jo Cox. “Brexit oder Bremain?“:&amp;nbsp; Dass, unabhängig von jedem Radikalismus und Populismus, nicht weniger als die Zukunft Großbritanniens und der EU auf dem Spiel stehen, wurde bei der Veranstaltung über die Folgen des Referendums für die Europäische Union im Landeshaus deutlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Können Großbritannien wirtschaftlich und die EU politisch einen Austritt überhaupt verkraften? Dr. Esther Ademmer (Institut für Weltwirtschaft, Kiel) weist auf die allgemein schwierige Situation hin, in der die EU bei Teilen der Bevölkerung nicht mehr nur als undemokratisch, sondern auch als ineffizient gelten würde und der gesamte Prozess zum Referendum die Lage sogar noch verschärfen könnte. Zudem sei das Projekt der europäischen Integration unabhängig vom Ausgang großen Schwierigkeiten ausgesetzt. Ein aus EU-freundlicher Sicht auch eher düsteres Bild zeichneten die aktuellen Umfragewerte, die das Brexit-Lager vorne sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manuel Sarrazin, der sich als europapolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion intensiv mit der Zukunft der Union beschäftigt, sieht dennoch das Bremain-Lager vorne. Er bemängelte, dass die Bremain-Kampagne eher die befürchteten Auswirkungen eines Austritts in den Mittelpunkt stellen würde anstatt die positiven Seiten der Europäischen Union zu betonen. Häufig vergessen im Vereinigten Königreich würde wohl die enorme Lücke in der nationalen Gesetzgebung, die das britische Parlament nach einem Brexit lange beschäftigen könnte. Gleichzeitig müsste Großbritannien wohl in Schottland und auch Nordirland um seinen Zusammenhalt bangen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus dem aktuell auch EU-kritischen Skandinavien berichtete Jan Diedrichsen, der als Leiter des Sekretariats der deutschen Minderheit in Kopenhagen und der Vertretung des Schleswig-Hosteinischen Landtages bei der EU überzeugt ist, dass Europa unabhängig vom Ausgang Lösungen finden wird. Sorgen bereiten ihm die Instrumentalisierung der EU für innenpolitische Interessen. Unabhängig vom Ausgang des Referendums könnten in Zukunft Nachahmer einen Referendumsprozess nutzen, um die nationale Einflussnahme auf die EU zu stärken. Eigentlich notwendig, aber immer noch nicht existent, sei eine gesamteuropäische Öffentlichkeit, die derartige, entscheidende Prozesse auch zivilgesellschaftlich begleiten würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erfreulich war die Anwesenheit von Mitgliedern der deutsch-britischen Gesellschaft Schleswig-Holstein, die die ReferentInnen vielfach durch ihre Kenntnisse der britischen Eigenheiten ergänzen und wiederholt den britischen Wunsch nach nationaler Selbstentscheidung erklären konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selber entscheiden – das dürfen die Briten schon mal am 23. Juni über ihre eigene Zukunft und über die Zukunft der Europäischen Union. Ein zugespitzter politischer Schlagabtausch geht damit zu Ende, die zukünftige Entwicklung der EU hingegen steht dann am Anfang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Autor: Arwed Buchholtz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;section class=&quot;field field-name-field-thema field-type-taxonomy-term-reference field-label-above view-mode-rss&quot;&gt;&lt;h2 class=&quot;field-label&quot;&gt;Thema:&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;ul class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;li class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/thema/europa&quot;&gt;Europa&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/section&gt;</description>
 <pubDate>Mon, 20 Jun 2016 14:33:06 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Praktikantin</dc:creator>
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 <title>GRÜNEs Praktikum: Politik ist ...</title>
 <link>https://archiv.sh-gruene-fraktion.de/blog/praktikantin/gr%C3%BCnes-praktikum-politik-ist</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden view-mode-rss&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Politik ist relativ kompliziert und ziemlich weit weg. Das war meine Vorstellung, als ich vor zwei Wochen mein Praktikum in der Grünen Landtagsfraktion gestartet habe. Heute, an meinem letzten Tag, ist sie immer noch nicht viel leichter geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Es gab einiges zum Nicht-Verstehen, manches zum gedanklich abdriften und ein klitzekleines Wenig zum Einschlafen. Das klingt jetzt nicht so euphorisch wie es sollte, es ist aber so. Politik ist für mich spannend, wenn in der Presserunde meiner Fraktion Strategien diskutiert werden. Politik ist aufregend, wenn in einer Pressekonferenz etwas auf Sicherheitsstufe 3 (Indianer-Ehrenwort-Nicht-weitererzählen) verraten wird. Sie ist geheimnisvoll in informellen Runden, denen ich nur beiwohnen darf, weil ich eine hochprofessionelle Verschwiegenheitserklärung unterschrieben habe. Überraschend, wenn man Abgeordnete aus der Zeitung vor sich stehen hat, nur so zum Plaudern. Und sie ist anstrengend. Anstrengend, weil man direkt damit konfrontiert wird, was alles so in der Welt passiert und bemerkt, dass das Umfeld reagieren muss. Teilweise ist man sogar für die Reaktion mit verantwortlich, selbst wenn auch nur für einen winzig kleinen Anteil.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Wenn in Belgien Terroranschläge geschehen und in den USA Trump nominiert wird, dann ist das weit weg. Aber wenn wir Flüchtlinge integrieren wollen, wenn wir Kinder ohne Armut aufwachsen lassen wollen und wenn wir Schleswig-Holsteins Energiebedarf zu 100 Prozent nachhaltig decken &amp;nbsp;wollen, dann ist das nicht minder wichtig - und es passiert vor Ort. Vor meinen Praktikantenaugen wird dann über all diese Themen intensiv diskutiert. Es wird &amp;nbsp;nach weiteren, besseren, schnelleren, schlaueren, faireren Lösungswegen und Weiterentwicklungsideen geforscht. Und um das mitzuerleben, lohnt es sich tatsächlich, auch mal Kaffee zu kochen, 1000 Zettel in ebenso viele Hefte zu legen und wach zu bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Fri, 22 Apr 2016 07:57:04 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Praktikantin</dc:creator>
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