Zum heutigen (03.12.2020) Expert*innengespräch im Bildungsausschuss zur Corona-Situation an den Schulen sagt die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Das heutige Expert*innengespräch hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Schulen möglichst lange offen zu halten. Sie haben gute Hygienekonzepte, so dass praktisch keine Verbreitung innerhalb der Schulen stattfindet.
Gleichzeitig ist klar geworden, dass es eine große Herausforderung für Lehrkräfte ist, die Schule am Laufen zu halten und die Kinder und Jugendlichen gut durch diese Zeit zu begleiten. Deshalb ist es richtig, dass der Vertretungsfonds aufgestockt wurde, um zusätzliches Personal zur Unterstützung einstellen zu können.
Der Schulbesuch ermöglicht mehr als Lernen: Die sozialen Kontakte in der Schule sind für die Entwicklung und Festigung der Persönlichkeit essentiell. Außerdem ist der Schulbesuch ein wichtiges Element auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit.
Sowohl Lehrkräfte als auch Eltern und Schüler*innen schilderten Probleme mit dem unterschiedlichen Vorgehen der Gesundheitsämter in den Kreisen bei Corona-Fällen. Der jüngst verabschiedete Erlass sieht vor, dass nur das Gesundheitsamt des jeweiligen Schulstandorts zuständig ist. Das ist ein Fortschritt, aber die Abstimmung der Gesundheitsämter untereinander muss weiter verbessert werden.
Dr. Wolfram Birmili vom Umweltbundesamt hat überzeugend dargelegt, dass mobile Lüftungsanlagen nur in Räumen ohne Möglichkeit zum Stoßlüften sinnvoll sind. In Zukunft werden wir Schulen anders bauen müssen. Feste Lüftungsanlagen und mehr Waschbecken in den Klassenräumen werden, neben der digitalen Ausstattung, selbstverständlich sein. Durch feste Lüftungsanlagen kann die Virenlast reduziert und die Qualität der Raumluft insgesamt verbessert werden, wenn gleichzeitig Frischluft von außen zugeführt wird.
Fraktion SH

