Der illegale Handel mit Wildtieren muss ein Ende haben

Zum heutigen (05. November 2021) Beschluss des Bundesrates auf Initiative Schleswig-Holsteins für ein wirksameres Vorgehen in Bezug auf den Handel mit Wildtieren aus illegalen Fängen sagt der tierschutzpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Joschka Knuth:

 

Die Nachfrage nach exotischen Tieren für das heimische Wohn- oder Kinderzimmer steigt seit Jahren. Leider sind darunter auch viele Arten, die in ihren Herkunftsländern geschützt sind und aus illegalen Fängen stammen. Es gibt bereits Regelungen gegen den Import international geschützter Arten, in erster Linie ist hier das Washingtoner Artenschutzabkommen zu nennen, doch lassen diese Regelungen viele Schlupflöcher. Diese gilt es zu schließen. Der illegale Handel mit Wildtieren muss ein Ende haben. Der Bundesrat fordert jetzt die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass zukünftig nur solche Arten in den Handel gelangen, die gut gehalten und vermehrt werden können und die in ihren Herkunftsländern nicht gefährdet sind. Die Zustimmung des Bundesrates zu unserer Initiative ist ein toller Erfolg für Schleswig-Holstein.

 

Für den Schutz von Wildtieren und um den illegalen Handel einzudämmen, ist eine stärkere Regulierung des Online-Handels dringend erforderlich. Für Tiere mit hohen Ansprüchen an tiergerechte Haltung soll die Einführung eines Sachkundenachweises geprüft werden. Und schlussendlich geht es auch um unsere Gesundheit, denn der Handel mit Wildtieren kann die Ausbreitung von Zoonosen befördern. Daher fordern die Länder den Bund auf, die Forschung zu diesem Thema zu intensivieren. Ich freue mich über die breite Unterstützung für diesen Antrag.

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