Wir stehen an der Seite des Handwerks

Es gilt das gesprochene Wort!

 

TOP 15+20 – Fachkräftesicherung im Handwerk – Klimaschutz wird vom Handwerk gemacht

 

Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Joschka Knuth:

 

 

In den vergangenen Jahren hat die Jamaika-Regierung eine Menge für das Handwerk in Schleswig-Holstein getan. Die Meistersgründungsprämie unterstützt nicht nur die Betriebsgründung im Handwerk, sondern auch die Unternehmensnachfolge, ein wichtiges Thema gerade bei uns im Land.

 

Die Gründung des Mittelstandsbeirat, auch wenn wir Grünen den Kreis gern ein wenig erweitert hätten, hat die Teilnehmenden aus dem Mittelstand doch ein ganzes Stück näher an die Landespolitik und damit an Entscheidungsprozesse herangerückt. Die Förderprogramme der Mittelständischen Bürgschaftsbank und der IB.SH sind erweitert worden, ebenso ist das Investitionsvolumen durch beispielsweise unser IMPULS-Programm und weitere Investitionsvorhaben hoch wie nie – die gute Auftragslage, die vollen Auftragsbücher unserer Handwerksbetriebe kommen auch daher.

 

Und das wird weiter gehen: von Energiewende über Wärmewende bis zum Wohnen – all das wird vom Handwerk umgesetzt werden. Wir müssen im Land für eine klare Planung sorgen und unserem Handwerk die Sicherheit geben, dass die gute Auftragslage auch verlässlich so bleiben wird.

 

Dafür brauchen wir selbstverständlich Fachkräfte. Unsere Fachkräfteinitiative haben wir überarbeitet und werden wir auch künftig nachschärfen. Das Schleswig-Holsteinische Institut für berufliche Bildung haben wir in dieser Wahlperiode erst geschaffen. Es hat schon so viel bewirkt. Wir werden uns in den kommenden Jahren dafür einsetzen, dass es wieder näher an die bildungspolitischen Strukturen angebunden wird.

 

Eine Entrepreneurship-Education-Strategie haben wir auf den Weg gebracht und werden wir künftig konsequent umsetzen. Für die Berufsorientierung ist für mich eines besonders bedeutend: selbstverständlich soll eine handwerkliche Ausbildung genauso wie ein Studium für jede*n Abiturient*in eine gute Möglichkeit sein. Es muss selbstverständlich sein, nach dem Abitur in eine duale Ausbildung zu gehen und dort gute Arbeit zu finden. Das bedeutet: Wir müssen die Berufsorientierung für die duale Ausbildung insbesondere an den Gymnasien weiter stärken.

 

Die sinkende Tarifbindung, liebe Kolleg*innen, ist in der Tat ein Problem – das allerdings durch eine Tariftreuegesetz allein nicht gelöst wird. Das zeigen all die Bundesländer, die ein solches Gesetz haben und dennoch der gleichen Entwicklung unterliegen, wie wir in Schleswig-Holstein. Was hilft, ist nicht das alte TTG schlicht wieder aufzulegen, ein Gesetz von damals löst nicht das Problem von heute. Das hat auch – leider – die Evaluation des alten Tariftreue- und Vergabegesetzes gezeigt. Wir müssen klüger werden, wir müssen Anreize schaffen, die Standards zu erhöhen oder Anreize für weitere Nachhaltigkeits- und soziale Kriterien. Wir brauchen also ein wirklich wirkungsvolles Gesetz zur Erhöhung der Tarifbindung.

 

Wir werden uns auch künftig für ein starkes Handwerk in Schleswig-Holstein einsetzen.

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