SuedLink und Nord.Link: Konsequente Fortsetzung der Energiewende!

Zur heutigen Bekanntmachung des Übertragungsnetzbetreibers Tennet bezüglich des Projektes SuedLink in Berlin und der Pressemitteilung der CDU Landtagsfraktion erklärt der energiepolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Detlef Matthiessen:

 Es verwundert, dass diese bajuwarische Nummer der schleswig-holsteinischen CDU nicht peinlich ist. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ werden lediglich lauter Forderungen an den Energiewendeminister Robert Habeck gerichtet.

 Eine Partei, die in der vergangenen Legislaturperiode noch die Verlängerung der Atomlaufzeiten als „Energierevolution“ verkaufen wollte, sollte besser in sich gehen und bescheidenere Töne anschlagen. Die Grünen brauchen in Sachen Energiewende nicht zum Jagen getragen werden, schon gar nicht von der CDU.

 Das SuedLink-Kabel ist die konsequente Fortsetzung der Energiewende in Deutschland. An Land erzeugter Windstrom aus Norddeutschland ist zurzeit die kostengünstigste Energiequelle. Zudem kann sie in großen Mengen erzeugt werden. Dieser Windstrom wird mit dem SuedLink den Verbrauchszentren im Süden Deutschlands dienlich gemacht.

 Bayern kann damit sogar von norwegischer Wasserkraft profitieren, denn das damit verbundene Nord.Link-Kabel von Feda in Norwegen nach Brunsbüttel in Dithmarschen wird zum internationalen Stromaustausch beitragen. Und damit wird die Versorgung und Verfügbarkeit mit nachhaltig erzeugter Energie abgesichert.

 Das Störfeuer aus Bayern gegen den zukünftigen Stromaustausch passt daher weder in der Sache noch im Ton. Bayern ist auf bestem Wege, sich mit seinen völlig überzogenen Abstandsregelungen für Windenergie aus der Energiewende ganz zu verabschieden. Das mag seine Erklärung entweder in mangelndem Sachverstand finden oder den nahenden Kommunalwahlen geschuldet sein. Oder es ist eine Mischung aus beidem.

 Schleswig-Holstein wird von dem SuedLink-Kabel in besonderem Maße profitieren. Eines muss auch klar sein: Ohne einen großräumigen HGÜ1-Verbund ist die Energiewende nur zu wesentlich höheren Kosten erreichbar.

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1 Hintergrund zum HGÜ-Verbund

 HGÜ (Hochspannungsgleichstromübertragung) kann große Mengen Energie kostengünstig über weite Strecken transportieren. Im Gegensatz zum üblichen Drehstromnetz (Kupferplatte Deutschland) muss der Strom allerdings über mehrere hundert Kilometer am Stück transportiert werden und kann nicht kleinräumig in Umspannwerken rauf- und runter transformiert und fortlaufend ein- oder ausgespeist werden.

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